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Festival de Gnaoua Essaouira

Das Gnaoua - Festival in Essaouira zieht Besucher aus allen Teilen der Welt an. Es findet Mitte Juni auf dem Festplatz vor dem Bab Sbaa statt. In dieser Zeit ist Essaouira nicht wieder zu erkennen - die ganze Stadt befindet sich im Gnaoua - Fieber. Die Hotels sind schon Monate im Voraus komplett ausgebucht. Jedes Zimmer, das irgendwie von den einheimischen frei geräumt werden kann, wird in dieser Zeit nicht gerade billig vermietet.

Das Gnaua Festival findet dieses Jahr vom 22.06.2008 - 25.06.2008 statt.
Das Hauptthema wird dieses Jahr Jazz & Blues sein.

Das Festival de Gnaoua in Essaouira fand letztes Jahr vom 23.06.2007 - 26.06.2007 statt.

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Gnaoua - Musik

zum Vergrößern der Musiker klickenDie Gnaouamusik stammt ursprünglich aus Senegal, Sudan und Ghana. Sie wurde damals von schwarzen Sklaven mitgebracht.  Deren ekstatische Tänze haben eine Ähnlichkeit zum Voodookult.
Die Gnaouarituale können nach volkstümlichen Glauben Krankheiten heilen und "baraka" übertragen.

Die Gnaoua von Essaouira sind verschiedenen Ursprungs. Schon im 16.Jh wurden sudanesische Sklaven in das Gebiet der Haha gebracht, von denen die berberisch sprechenden Gnaoua der Region abstammen. Später, etwa 1760, brachte der Sultan Sidi Mohammed Ben Abdellah zum Bau des Hafens und der Medina eine große Anzahl schwarze Bauarbeiter und einen Teil der Schwarzen Garde nach Essaouira. Essaouira war lange Zeit einer der großen Häfen Marokkos, er wurde "Hafen von Timbouktou" genannt, denn hierher brachten die Karawanen aus Schwarzafrika die für den europäischen Markt bestimmten Waren. Diese Karawanen führten auch Sklaven mit, die hier verkauft wurden. Die Lieder der Gnaoua erzählen von dem schmerzvollen Zug durch die Sahara und ihren Leiden in der Sklaverei (Ouled Banbara).
Ein Teil der Gnaoua von Essaouira stammt auch von den Senegalesen der Kolonialzeit ab.

Die Brüderschaften der Gnaoua setzen sich in ganz Marokko zusammen aus dem Meister (Maâllem), den Musikern, die die guenbri (eine Art Laute mit drei Saiten), die qrâqeb ( metallene Kastagnetten) und die tabal (Trommel) spielen, den chouafat (Seherinnen), den Medien und den Anhängern.
Zusammen zelebrieren sie die Lila, eine rituelle Nacht mit Opfern, zeremonieller Mahlzeit , einem Umzug mit Kastagnetten und Trommeln, gefolgt von rhythmischen Tänzen und Gesängen zur guenbri und den qrâqeb, deren erster Teil profan ist und
in dem die Geschichte der Ahnen (Oulad Bambara - Kinder der Banbara) besungen werden und die Kastagnettenspieler ihre tänzerischen Fähigkeiten vorführen.
Der sakrale Teil der Nacht steigert sich bis zur Erreichung der Trance und der rituellen Possession.
Die Lila wird von der Brüderschaft zu bestimmten Gelegenheiten abgehalten, aber häufig werden die Gnaoua auch von Privatpersonen zu therapeutischen Zwecken engagiert oder um "Baraka" zu erlangen.
Heutzutage werden die Gnaoua jedoch oft zu musikalischen Nächten ohne Trance (ksara) engagiert; das Erlebnis einer solchen Nacht ist unvergesslich. Das Foto wurde bei einer ksara aufgenommen.
Seit die Gnaouamusik weltweit Beachtung gefunden hat, sind moderne Elemente hineingemischt worden, der Stil ist freier geworden, ohne jedoch seine Tradition zu verleugnen. Dies wird auch beim Gnaoua - Festival deutlich.

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